Von Trello zu MeisterTask - erster Eindruck

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Von Trello zu MeisterTask - erster Eindruck

Mehrere Jahre lang hatten wir Trello verwendet und waren damit auch gut gefahren. Und mit der Zeit gewöhnt man sich auch an kleine Einschränkungen und lernt, diese mit eigenen Workflows zu umschiffen oder zu kompensieren. Dennoch hat es sich seit einigen Wochen nicht mehr rund angefühlt. Daher haben wir mehr als fünfzig verschiedene Tools angeschaut und für unsere Bedürfnisse als sehr sehr kleines Team verglichen. Darunter waren vorwiegend leichtgewichtige Kanban-orientierte Werkzeuge; die größeren Angebote, bei denen die eigentliche Arbeit wieder in einem Sumpf von Menüs verschwindet, waren hingegen schnell aussortiert. Der Gewinner für uns ist: MeisterTask 🏆 (dies ist ein Affiliate-Link!) In diesem Beitrag stellen wir kurz vor, was wir daran - im Vergleich zu Trello - besser und was weniger gut finden.

Vorteile von MeisterTask

  • Trello war schon einfach zu bedienen; MeisterTask bietet eine noch einmal deutlich übersichtlichere und intuitivere UI.
  • Die Server stehen in Deutschland, damit datenschutzrechtlich eine sauberere Angelegenheit.
  • Es gibt für jeden Nutzer ein persönliches Dashboard und eine Agenda, auf der die eigenen Aufgaben unabhängig von ihren Boards (also projektübergreifend) noch einmal arrangiert und eingeplant werden können. Diese persönliche Sicht fehlt im Trello fast komplett.
  • Zusätzlich gibt es eine persönliche Checkliste, in die man kleine Gedanken eintragen kann, die später geprüft oder weiter zugeordnet werden.
  • Die App für das Smartphone macht einen sehr aufgeräumten und nützlichen Eindruck.
  • Automatismen und wiederholte Aufgaben können sehr einfach eingerichtet und verwaltet werden.
  • Tolle Batch-Funktionen, um direkt mehrere markierte Karten zu bearbeiten.
  • Task-Relationen direkt und ohne AddOn; blockierende Abhängigkeiten werden unmittelbar im Board visualisiert.
  • Sehr angenehme und schnelle Filter-Funktionen.
  • Der Wechsel zwischen Projekten geht schnell und einfach. Insgesamt hat man eher das Gefühl, sich einfach in mehreren zusammenhängenden Boards zu bewegen. In Trello waren diese eher weniger zusammengewachsen, sondern lagen eher separiert nebeneinander.
  • Konfigurierbare Integration in Google Calendar, die Änderungen direkt abbildet.
  • Horizontales Scrollen mit Shift und Mausrad - klasse!
  • Eine integrierte Zeiterfassung, die sich dezent zurückhält, aber dennoch leicht erreichbar ist.
  • Checklisten können als Vorlage gespeichert und auf Knopfdruck wieder eingefügt und somit wiederverwendet werden.
  • Mehrere Zeilen Text in der Zwischenablage können direkt als Checkliste eingefügt werden.

Schwächen von MeisterTask

  • In Checklisten wird kein Markdown unterstützt. Das ist gegenwärtig mein größter Wunsch.
  • Das Schriftbild in Beschreibungen ist relativ unübersichtlich. Ich würde hier subjektiv eine etwas höhere Schriftgröße sowie Zeilenhöhe begrüßen.
  • Keine Unterstützung für Auto-Links: in Trello kann man die URL zu einer Karte in die Beschreibung oder einen Checklisten-Eintrag einfügen und dies wird automatisch als Link mit dem entsprechenden Kartentitel dargestellt.
  • Es gibt einige nützliche Einstellungen zur Kartenanzeige (z. B. ob Tags oder Teaser der Beschreibungstexte mit dargestellt werden sollen). Das gibt es aber global für einen Benutzer. Genial wäre das je Projekt - oder ggf. je Projekt und Benutzer.
  • Als Anhang hinterlegte Bilder sind etwas umständlich in der Handhabung: neue Anhänge werden ganz vorne hinzugefügt, das letzte steht also am Anhang; außerdem lässt sich nicht steuern, welches Bild in der Kartenvorschau angezeigt wird.

Erstes Fazit

Schon nach sehr kurzer Zeit war klar: mit MeisterTask (dies ist ein Affiliate-Link!) können wir eine klare Verbesserung gegenüber Trello erreichen. Und so fühlt es sich auch an. Wir werden sicherlich weiter darüber berichten, nachdem wir unsere Strukturen weiter aufgebaut und unsere Workflows redefiniert und angepasst haben.

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