Vom Teilen und Herrschen: Wie groß sollten Module sein?

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Vom Teilen und Herrschen: Wie groß sollten Module sein?

Soeben bin ich über einen Artikel auf Heise gestolpert, der aus meiner Sicht ein paar spannende Impulse setzt: Richtig klein: Hat Modularisierung versagt?.

Der Autor beginnt mit klassischen technischen Aspekten wie dem Management von Komplexität und typischen, damit einhergehenden Problemen. Statt aber in der Folge auf die üblichen Ansätze zur Qualitätssicherung einzugehen, versucht der Artikel dann jedoch eine Brücke zu schlagen zu häufig auftretenden organisatorischen Herausforderungen, die mit der Wartung von Software durch wechselnde Teammitglieder und Verantwortlichkeiten einhergehen.

Insgesamt wird (wieder einmal) die Frage aufgeworfen, welches Maß eine gute Größe darstellt, um einzelne Bestandteile größerer Systeme gut dauerhaft warten zu können. Dass hier ein wunder Punkt adressiert wird, zeigt sich auch in den Kommentaren zum Artikel, in welchen eine relativ hohe Bandbreite an Standpunkten diskutiert wird: von monolithischen Ansätzen bis zu Microservices - es zeigt sich klar, dass Komplexität nie verschwindet, sondern immer nur verlagert wird. Welcher Anteil an eng gekoppelten Bausteinen und Contract-basierten Schnittstellen ideal ist, kann offenbar nicht pauschal beantwortet, sondern muss immer wieder anhand der vorliegenden Zielsetzung bestimmt und regelmäßig neu hinterfragt werden. Auf jeden Fall ein sehr interessantes Thema, da es seit Jahren fortwährend gärt und nicht abschließend beantwortet werden kann.

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